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Die erste documenta im Jahre 1955. Das kleine d der heute weltweit bekannten Marke documenta stammt aus dieser Zeit. Foto: Günther Becker

Die Lesesäle des documenta Archivs bleiben vom 22. Dezember 2016 bis zum 02. Januar 2017 geschlossen. 

documenta Archiv

Die Kasseler documenta ist seit ihrem Bestehen die wohl größte und weltweit am meisten beachtete Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Die alle 5 Jahre stattfindende Überschau fragt immer wieder nach den Bedingungen und Aufgaben der Kunst und des Ausstellungswesens. Auf diese Weise trägt sie nachhaltig zum Diskurs zum Selbstverständnis der Disziplin bei.

Die enorme Materialfülle, die im Umfeld der Vorbereitung und Realisierung der Ausstellung zusammenkommt, inspirierte bereits den documenta-Gründer Arnold Bode 1961 zur Idee eines documenta Archivs. Schon Bode war klar, dass die Materialien der vorherigen documenta-Ausstellungen eine unverzichtbare Basis für die Vorbereitung der nächsten sein würden. Daher bildeten zunächst die Akten und Materialien, die Korrespondenz der jeweiligen documenta-Organisation und -Mitarbeiter den im Laufe der Jahrzehnte exponentiell wachsenden Sammlungskern der Institution. 

Darüber hinaus beherbergt das documenta Archiv eine der bedeutendsten Spezialbibliotheken für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Deutschland, eine umfangreiche Presseausschnittsammlung sowie ein stetig wachsendes Medienarchiv, das den vielfältigen Sammlungsbestand multimedial ergänzt. Auch die Nachlässe von Arnold Bode, Hans Hillmann und Harry Kramer sowie der Vorlass von Floris M. Neusüss zählen zu den Beständen des Archivs.

 

 

 

Veröffentlicht am:   25. 11. 2015